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18

Jul

Achtung dieser Artikel ist Kunst. Morgen lesen wir dann in der Vice: Games die neue Weltreligion

Videospiele sind für mich, eine der höchsten Formen von Kunst. Sie enthalten Geschichten, Musik, Bilder ja sogar Gefühle werden über sie dargestellt. Das vermag kein Gemälde.“

Alles das hat die letzte Single von Helene Fischer auch…

Diese neue Generalisierungskrankheit unter einer bestimmten Masse (nicht das ihr denkt ich meine ihr seid fett) oder Gruppe der Gamer, die Spiele auf Teufel komm raus als Kunst sehen müssen, ist erschreckend. Liegt es an einer eigenen inneren Aufwertung die „Gamer“ oder „Videospielnerds“ gerne erfahren? Schließlich waren sie ja vor 20-30 Jahren mal eine belächelte Randgruppe. Und dieses große Trauma will erst einmal überwunden werden.

Jüngere wie ältere Gamer sind in den letzten Jahren innerhalb der Unterhaltungsbranche zu einer großen Targetgroup gewachsen und sicherlich freut sich diese, das Gaming von der Politik und Industrie den Kulturstempel aufgedrückt bekam. Daraus entsteht aber nicht zwangsweise Kunst, oder gar ein Freibrief Videospiele so pathologisch zu dieser empor zu beten.

Oder steigt die eigene Kultur dann an Wert? Ist der Kunstbegriff eine Kompensation für (d)ein Selbstwertgefühl. Ist es eine Kultur oder nur ein Teil einer Kultur von einer begrenzten Selektion oder Menge einer Gesellschaft? Versucht die Gruppe von Personen ihr Erleben und ihren Umgang mit Games auf eine noch grössere Gruppe zu projizieren, die dieses Erlebnis weder kennt oder bemerkt oder gar interessiert?

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Ein kleines Beispiel: Ich schreibe jeden Tag Lyrics und/oder Musik. Ich lebe davon. Mehr als gut sogar. Jedoch würde ich nicht alles, nur weil es Musik und Lyrics ist, fast pathologisch als Kunst bezeichnen. Fehlt hier nicht einfach ein gewisses Maß an Verständnis? Es gibt unter Büchern z.B. Trivialliteratur oder auch den Pop in der Musik. Keiner würde hingehen und behaupten das ist alles auf jeden Fall zu 100% pures Kunstkonzentrat. Es sei denn du bist Fanboy von Take That. Dann ist das für dich Kunst und die Trennung der Band die Apokalypse.

Kunst ist keine, weil Du es so willst. Kunst ist keine, weil Du es so siehst. Kunst ist keine, weil es den Verkauf fördert. Kunst ist kein Aufkleber: Jetzt neu mit DLC.

Kunst liegt auch nicht im Auge des Betrachters. Kunst sehnt sich nach dem verzehrenden Blicke des Künstlers. Kunst betrachtet dich.

Und um es mit ein paar bescheuerten Worten aus der Vice enden zu lassen: „Denkt mal drüber nach“

Freue mich schon auf den klickbringenden Artikel: Games die neue Weltreligion? Was denkst du?

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