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09

Dez

Star Wars Battlefront – Auf welcher Seite stehst du?

Der Graben zwischen den Lagern der Befürworter und Abgeneigten ist tief. Den einen ist es zu casual und nicht deep genug, die anderen feiern es weil es casual und nicht deep ist. Join the dark/light side!

Hier ein Kommentar zu Star Wars Battlefront aus der Sicht eines Gamers, der die ersten Teile nicht vermisst, der leidenschaftlich gerne Battlefield spielt und denkt das die Party gebündelt mit der Partnerfunktion ein angemessener Ersatz für das Squad ist. Vorwärts Truppen spielt!

Bananen retten die Welt!

Was in Wirklichkeit in den Köpfen vorging als sie Star Wars hörten

„Wir sind wirklich mehr als unglücklich…“ meldete sich der Pressesprecher von Dice nur um fortzufahren. „Es ist uns auch unerklärlich, dass wir beim Launch von Star Wars Battlefront nicht wie erwartet größere Lags, Glitches oder apokalyptische Serverausfälle bieten konnten“.

Er wischte sich irritiert den Schweiß mit einem Taschentuch aus dem Star Wars Merchandise von der Stirn: „Wir haben in den letzten Jahren alles daran gesetzt, Ihnen den Start des Spieles so dramatisch und problematisch wie möglich zu gestalten, aber dieses Jahr haben wir auf ganzer Frontlinie versagt“.

So oder so ähnlich könnte sich ein sarkastischer Gorilla einen Introtext zu einem Spiel ausdenken.

„MIT EUCH SPIELE ICH NIE MEHR“ *Schnief*

Im Gegensatz zu den letzten Gamelaunches aus dem Hause Dice/EA gab es keine langen Hälse, bodenlose Maps, endlose Skyboxen oder Munition, die für ihren Soldaten führerlos durch Wände ging. Es gab auch keine Shitstorms, keine Fotoserien auf Twitter, in denen andere User mitansehen mussten, wie in den ersten Stunden des Releasetags viele nicht auf einen Server kamen und somit ihr ehrlich bezahltes Freizeitvergnügen nicht direkt nach den Verpackungsfolienstriptease plus anschliessendem wirklich total spannendem Unboxingvideo spielen konnten.

Die Server liefen einfach, wie ein von Nick Tschiller getunter Opel Manta, den man Montag-Morgens schnurrend aus der Garage fährt, rund. Obwohl wahrscheinlich alle schon ein fertiges Review im roten Ordner hatten und für den blauen erst gar keins geschrieben haben.

In dem fertigen Review stand auch schon, daß das Partnersystem kein Squadsystem ist, und das Battlefront nicht so ist, wie sie es erwartet haben. Aufschrei! Dabei hatte es Dice von Anfang an genau so kommuniziert und spätestens in der Beta hätte dann auch der letzte merken können, daß Battlefront eine eigenständige, sich klar abgrenzende Marke ist.

Egal! Ein Spiel muss genau so werden, wie es der User, der seine Weisheit gerne in unzähligen Trailern hochmultipliziert badet, erwartet. Das Spiel muss so sein, wie er den letzten Teil verlassen hat, am besten noch mit Import des letzten Chars aus Battlefront für die Ps2 und allen Mappacks, die er vor 20 Jahren bereits umsonst bekommen hat. Erst dann ist es so, wie er es wollte.

Wer wollte Mod-Rechte?

Entschuldigung, aber was war mit Eurem berechtigten Argument, daß Hardline einfach nur eine Battlefield Mod war, die zwar ganz nett, aber nicht 60 Euro wert ist. Nicht zu vergessen den exklusiven Season Pass. Und auf einmal wolltet ihr einfach nur, dass der Sand Schnee, das Gewehr ein Blaster und Soldaten leicht sanitärfarbene Weltraumritter sind? Und dafür hättet ihr dann gerne den Vollpreis bezahlt? Woher der unerklärliche und sehr verstörende Sinneswandel?

Glücklicherweise kam alles anders und Dice produzierte ein Spiel, welches nicht ausschließlich Mannschaftskompetetiv (was ich gerne tue) gespielt werden kann, sondern in das man einfach reinhüpft, sich einen Partner sucht und loslasert. Es ist voll Casual, das spielt der Papa mit der Mama und den Kindern. „Hah watt? Das ist nicht kuhl, wir Gamerblase sind true“. Ja das dachte ich auch einmal, aber seit den Zeiten als der Markt erschlossen und die Kultur diktiert wurde, ist das vorbei. You are the same supreme targetgroup as Justin Bieber Fans now. Transformervoice off.

Hier mein abschliessendes Review* HaHa

Erfreut euch einfach am Spiel, denn Star Wars Battlefront ist ein sehr gut klingendes und klasse aussehendes noch dazu. Vielleicht sollte man zur Abwechslung Entwickern und Distributoren auch mal sagen, wenn sie etwas richtig machen. Dann merken sie sich das vielleicht auch für das nächste Spiel. Ja klar kann man darüber reden, dass der Season Pass 50 Euro kostet, aber dann reden wir auch darüber, warum der gleiche Preis und Inhalt in Battlefield3, Battlefield4, Hardline, Call of Duty, Destiny und tausend anderen Spielen kein Problem ist und nie Redebedarf bestand.

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